rueckenwind1

Montag, 11. September 2006

Gedenken an 09/11

wtc

Der 11.September 2001 war wohl das erste geschichtliche Großereignis, dass ich, damals 15 Jahre alt, erlebt habe. Der 11.09.2001 war anders als der Irak-Krieg 1991, der meine erste politische Erinnerung darstellt oder die Luftangriffe auf Serbien wegen der Vorkommnisse im Kosovo. Ich glaube er hat tatsächlich eine neue geschichtliche Epoche eingeläutet, auch weil, wie ich, die ganze Welt live vor dem Fernseher dabei war, denn allein die Opferzahlen wären nicht in der Lage gewesen, dieses Datum derart in unserem Bewusstsein zu verankern.
Und im Grunde haben wir auch 5 Jahre nach den Anschlägen noch keine Ahnung, wie lange der Krieg gegen den Terror anhalten wird und wie er die Welt und vor allem unsere westlichen Gesellschaften verändern wird.

Das Geschenk aufpacken - ein bisschen Selbstkritik

Ich bin Christ, ich glaube daran, dass Jesus am Kreuz für mich gestorben und auferstanden ist. Ich weiß, dass das Evangelium tatsächlich die frohe Botschaft, die gute Nachricht ist und dennoch gibt es Bereiche in meinem Leben, bei denen ich mich permanent weigere, sie ganz an Gott zu übergeben.
Es gibt Bereiche, wo ich mich rational gerne in Grauzonen flüchte, mit mir selbst Diskussionen über ethische Aspekte bestimmten Verhaltens führe und genau damit die Verbindung zu Gott kappe. Und habe ich dann erst einmal wieder eine Grauzonenhandlung vollführt, bejammer ich mich vor Gott anschließend selbst. Inzwischen dürfte ihm diese Art von Heuchelei gewaltig auf die Nerven gehen.

Soweit suboptimal genug. Es gibt an der Sache aber noch ein weiteres Problem. Die Tatsache, dass die Verbindung zu Gott permanent gestört ist, hindert mich daran, das Geschenk, das Gott mir mit dem Evangelium gemacht hat, auch weiterzugeben. Ich lasse das Geschenk unter meinem privaten Weihnachtsbaum verstauben und kein Mensch weiß von davon.

Ich habe den Verdacht, ich bin nicht der einzige, dem es so geht. Und das ist ziemlich bescheiden. Ich muss das Geschenk aufpacken bzw. Gott es für mich aufpacken lassen. Wir haben die Pflicht gegenüber uns selbst, vor allem aber auch gegenüber anderen, die Dinge aus unserem Leben von Gott ausmisten zu lassen, die uns daran hindern, selbstbewusst, liebevoll und glücklich in Jesus zu sein. Wir müssen mit Jesus gehen ohne uns ständig umzudrehen.

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