Zur Islamkritik Benedikts
Ehrlich gesagt halte ich die Bemerkungen Benedikts für ein ziemlich ungerades Ding, für mich hat es ganz den Anschein als hätte er ein bisschen seine wirkliche Meinung zum Islam sagen wollen ohne Verantwortung dafür übernehmen zu müssen.
Geht es einem wirklich um Dialog und Friede zwischen den Religionsgemeinschaften, baut man solche Passagen wie den Auszug aus dem mittelalterlichen Streitgespräch nicht ein und es gäbe viele andere Möglichkeiten, sich anders besorgt zur Gewalt moslemischer Extremisten zu äußern. Will man den Islam selbst kritisieren, wäre es sehr viel ehrlicher, dass offen zu machen.
Bedenkt man Benedikts Position und Lebenslauf, erinnert man sich an die vielen Huldigungen seines Intellekts und seiner überlegten Wortgewandtheit, die nach der Papstwahl ausgesprochen wurden, fällt es schwer, nur an einen Ausrutscher zu glauben oder daran, dass er nicht mit der entstandenen Aufregung gerechnet hätte.
Vielleicht ist diese Situation auch einfach ein generelles Zeichen, dass dem interreligiösen Dialog doch enge Grenzen gesetzt sind. Es liegt im Wesen einer Religion, dass die Anhänger von ihrer Wahrheit überzeugt sind und dementsprechend zum Beispiel die wichtigen Personen anderer Glaubensrichtungen beurteilen, ohne als Grundvoraussetzung zu bedenken, dass sie von Gott gesandt waren (das gilt natürlich auch gegenüber Juden- und Christentum).
Vielleicht wäre es deswegen sinnvoller, als Ziel des interreligiösen Dialogs vor allem den Verzicht auf Gewalt sowie die Anerkennung der Entscheidungsfreiheit jedes Einzelnen anzustreben, anstatt zu fordern, dass die Gläubigen allen Glaubens stets einträchtig und einmütig in allen Dingen sind.
Geht es einem wirklich um Dialog und Friede zwischen den Religionsgemeinschaften, baut man solche Passagen wie den Auszug aus dem mittelalterlichen Streitgespräch nicht ein und es gäbe viele andere Möglichkeiten, sich anders besorgt zur Gewalt moslemischer Extremisten zu äußern. Will man den Islam selbst kritisieren, wäre es sehr viel ehrlicher, dass offen zu machen.
Bedenkt man Benedikts Position und Lebenslauf, erinnert man sich an die vielen Huldigungen seines Intellekts und seiner überlegten Wortgewandtheit, die nach der Papstwahl ausgesprochen wurden, fällt es schwer, nur an einen Ausrutscher zu glauben oder daran, dass er nicht mit der entstandenen Aufregung gerechnet hätte.
Vielleicht ist diese Situation auch einfach ein generelles Zeichen, dass dem interreligiösen Dialog doch enge Grenzen gesetzt sind. Es liegt im Wesen einer Religion, dass die Anhänger von ihrer Wahrheit überzeugt sind und dementsprechend zum Beispiel die wichtigen Personen anderer Glaubensrichtungen beurteilen, ohne als Grundvoraussetzung zu bedenken, dass sie von Gott gesandt waren (das gilt natürlich auch gegenüber Juden- und Christentum).
Vielleicht wäre es deswegen sinnvoller, als Ziel des interreligiösen Dialogs vor allem den Verzicht auf Gewalt sowie die Anerkennung der Entscheidungsfreiheit jedes Einzelnen anzustreben, anstatt zu fordern, dass die Gläubigen allen Glaubens stets einträchtig und einmütig in allen Dingen sind.
dointime - 18. Sep, 19:22