Ein brillantes Buch. Der Autor zeigt schonungslos die Schwächen und geistig naiven Denkstrukturen der Creationisten und Gegner der Evolutionslehre auf.
Der Alleinvertretungsanspruch der drei großen monotheistischen Weltreligionen (Christentum, Islam und Judentum) wird in seiner sich gegenseitig ausschließenden Widersprüchlichkeit entlarvt. Die sich daraus ergebenden unbeschreiblichen und enormen negativen Folgen, wie Religionskriege und Kulturkonflikte werden verdeutlicht.
Er beschreibt die Verantwortung dieser Religionen für unvorstellbares Elend und Tod, die sich direkt aus deren religiösen Dogmen und Thesen ableitet. Je fanatischer diese Positionen vertreten und je stärker die Verachtung der Andersgläubigen betont wird, umso größer sind die sich daraus ergebenden Probleme zwischen den Völkern.
Die danach folgenden Argumente und Schlussfolgerungen für die Nichtexistenz Gottes bzw. eines Schöpfers sind jedoch völlig undifferenziert. Es wird nicht zwischen den von Menschen entwickelten Vorstellungen von Gott und den daraus abgeleiteten Regelungen und Handlungen einerseits und den davon unabhängigen philosophischen Konzepten zu unserer Existenz unterschieden.
Bei der Frage, ob diese Welt ein gewollter Schöpfungsakt mit Sinn und Ziel ist, oder ob unsere Existenz nur auf Zufall und Beliebigkeit zurückzuführen ist werden überwiegend unsinnige religiöser Vorstellungen und Thesen als Gegenbeweis einer Existenz Gottes herangezogen. Dies belegt jedoch nur, dass Gott nicht so ist, wie viele ihn sich zurechtmalen oder zu beschreiben versuchen. Hier wird im wesentlichen nur die naive Vorstellung eines Gottes, der Menschen wie Puppen bewegt, widerlegt.
Besonders der Versuch, aus den Erkenntnissen der Evolution einen handelnden Gott zu verneinen, ist in keinerlei Hinsicht schlüssig.
Der Autor stellt sich nur eingeschränkt der entscheidenden Frage:
’Wo und in welcher Art ist ein lenkender Gott in unser wissenschaftliches Weltbild integrierbar?’ Diese Frage muss umfassend, d. h. bis auf die Naturgesetze und die Bausteine von lebender und toter Materie, untersucht werden. Ansonsten kann man sich nicht einer Aussage über die Existenz Gottes nähern.
Ebenso versucht er die Verneinung der Existenz Gottes aus der aufgeführten Frage: ’Wenn Gott den Urknall, alle Materie und die Naturgesetze geschaffen hat, wer hat dann Gott geschaffen?’ abzuleiten. Dies ist von der gleichen Qualität wie die These unserer hellsten Köpfe der Physik, wonach es vor dem Urknall weder Raum noch Zeit gegeben haben kann. Also entstand alles aus dem Nichts– einschließlich der Naturgesetze - und das völlig willkürlich und zufällig!
Der Gotteswahn, von Richard Dawkins
Der Alleinvertretungsanspruch der drei großen monotheistischen Weltreligionen (Christentum, Islam und Judentum) wird in seiner sich gegenseitig ausschließenden Widersprüchlichkeit entlarvt. Die sich daraus ergebenden unbeschreiblichen und enormen negativen Folgen, wie Religionskriege und Kulturkonflikte werden verdeutlicht.
Er beschreibt die Verantwortung dieser Religionen für unvorstellbares Elend und Tod, die sich direkt aus deren religiösen Dogmen und Thesen ableitet. Je fanatischer diese Positionen vertreten und je stärker die Verachtung der Andersgläubigen betont wird, umso größer sind die sich daraus ergebenden Probleme zwischen den Völkern.
Die danach folgenden Argumente und Schlussfolgerungen für die Nichtexistenz Gottes bzw. eines Schöpfers sind jedoch völlig undifferenziert. Es wird nicht zwischen den von Menschen entwickelten Vorstellungen von Gott und den daraus abgeleiteten Regelungen und Handlungen einerseits und den davon unabhängigen philosophischen Konzepten zu unserer Existenz unterschieden.
Bei der Frage, ob diese Welt ein gewollter Schöpfungsakt mit Sinn und Ziel ist, oder ob unsere Existenz nur auf Zufall und Beliebigkeit zurückzuführen ist werden überwiegend unsinnige religiöser Vorstellungen und Thesen als Gegenbeweis einer Existenz Gottes herangezogen. Dies belegt jedoch nur, dass Gott nicht so ist, wie viele ihn sich zurechtmalen oder zu beschreiben versuchen. Hier wird im wesentlichen nur die naive Vorstellung eines Gottes, der Menschen wie Puppen bewegt, widerlegt.
Besonders der Versuch, aus den Erkenntnissen der Evolution einen handelnden Gott zu verneinen, ist in keinerlei Hinsicht schlüssig.
Der Autor stellt sich nur eingeschränkt der entscheidenden Frage:
’Wo und in welcher Art ist ein lenkender Gott in unser wissenschaftliches Weltbild integrierbar?’ Diese Frage muss umfassend, d. h. bis auf die Naturgesetze und die Bausteine von lebender und toter Materie, untersucht werden. Ansonsten kann man sich nicht einer Aussage über die Existenz Gottes nähern.
Ebenso versucht er die Verneinung der Existenz Gottes aus der aufgeführten Frage: ’Wenn Gott den Urknall, alle Materie und die Naturgesetze geschaffen hat, wer hat dann Gott geschaffen?’ abzuleiten. Dies ist von der gleichen Qualität wie die These unserer hellsten Köpfe der Physik, wonach es vor dem Urknall weder Raum noch Zeit gegeben haben kann. Also entstand alles aus dem Nichts– einschließlich der Naturgesetze - und das völlig willkürlich und zufällig!